Ende der Märchenstunde - Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt

Freitag, 8. Juli 2011

GRD äußert sich zu Edeka- und WWF-Reaktion

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine hat auf die Stellungnahme von Edeka und WWF zum "Killerthunfisch" reagiert. Und erwähnt, dass die Einfuhr von Fischprodukten, die mit  AIDCP (agreement on the international dolphin conservation programme)-Label, das von EU, Greenpeace und WWF unterstützt wird, in den USA verboten ist. Ich persönlich möchte allerdings betonen, dass ich auch vom SAFE-Label der GRD wenig halte. Schließlich ist das Töten von Thunfischen genauso grausam wie das Töten von Delphinen. Und Delphine sind nicht die besseren Tiere, nur weil Esoteriker sie für irgendwie höhere Wesen halten und Thunfische leider keine Hauptrolle in "Flipper" angeboten bekommen haben, nicht so lustige Quietschgeräusche machen, nicht so lieb gucken und auch keine drolligen Kunststückchen können. Und deswegen ist auch das Wort "Delphinkiller-Thunfisch" ziemlich zynisch, denn dass beim Thunfischfang auch noch Delphine kläglich sterben ist wohl eher nicht die Schuld des Thunfischs. Der mag nämlich ziemlich sicher selber nicht kläglich ersticken oder schwer verletzt dahinsiechen, damit er als Matsch in Dosen und auf der Pizza landet. Wer die Meerestiere wirklich mag, der schaut nicht auf MSC-, AIDCP-, SAFE- oder sonstige Label, sondern geht gar nicht erst an die Fischtheke. Denn wer gar keinen Fisch isst, killt sowas von hundertprozentig keine Delphine. Kann man eigentlich drauf kommen. Wie damals Kafka, der beim Betrachten eines Aquarium zu den Fischen sagte: "Nun kann ich euch in Frieden betrachten; ich esse euch nicht mehr!"




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