Ende der Märchenstunde - Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt

Dienstag, 22. Dezember 2009

Triumph setzt Näherinnen in Thailand und auf den Philippinen vor die Tür

Ist das nicht schön? Für jedes verkaufte Dessous-Set der X-Mas-Collection spendet der Schweizer Unterwäsche-Fabrikant Triumph an die Kampagne Tribute to Bambi, die hilfsbedürftige Kinder unterstützt. Im Spätsommer aber schickte das Unternehmen 3660 Textilarbeiter und –arbeiterinnen in die Armut: Triumph hat die Beschäftigen aus den Zulieferer-Fabriken in Thailand und den Philippinen entlassen, angeblich aus Gründen der Wirtschaftskrise. Darunter vor allem Behinderte, Kranke und Gewerkschaftsmitglieder. Das Netzwerk Inkota, zu der auch die Kampagne Saubere Kleidung gehört (CCC) geht davon aus, dass Triumph gezielt gegen Gewerkschaften vorgeht. Laut Inkota und CCC ist Triumph immer noch nicht bereit, mit Gewerkschaften zu verhandeln. Inkota und CCC rufen deshalb zu einer Online-Protesaktion auf. Weiters verkauft Inkota so genante Protestunterwäsche: die Unterhosen haben die Arbeiterinnen in ihrem Protestcamp genäht, sie tragen den Namen „Try Arm“ als Symbol des Widerstands. Der Verkauf der Unterwäsche sichert den Arbeiterinne und Arbeitern zumindest ein kleines Einkommen.


 


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