Ende der Märchenstunde - Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt

Freitag, 19. März 2010

Greenpeace-Gruselvideo gegen Palmöl

Ein sehr schönes Ekelvideo von Greenpace ist derzeit in Umlauf. Die Umweltschutzorganisation prangert darin den Lebensmitttelkonzern Nestlé an, in ihren Schokoriegeln Palmöl zu verwenden - zum Beispiel im Riegel Kitkat (Fairer Handel hin oder her). Nestlé gab bekannt, die Zusammenarbeit mit einem besonders skruplellosen Lieferanten eingestellt zu haben und den "nachhaltigen" Palmölanbau zu unterstützen. Gemeint ist das industriefreundlichen Unbedenklichkeitssiegel RSPO (Präsident des Round table on sustainable palmoil  ist ausgerechnet Unilever-Manager Jan Kees, dessen Konzern der weltgrößte Abnehmer des Rohstoffs Palmöl ist), das im Herbst 2008 250 internationale Umweltschutzorganisationen in einer Resolution als Greenwashing bezeichneten, darunter der BUND und Greenpeace.
Palmöl befindet sich nicht nur in Schokolade, Putzmitteln (Henkels Terra Activ), Kerzen (Ikea) und Fertiggerichten, es wird außerdem in Kraftwerken zur Energiegewinnung schlicht verbrannt - subventioniert von der Bundesregierung. Nun will die Europäische Union sogar Palmölplantagen, für die in Südamerika und Südostasien wertvoller Regenwald gerodet wird, als Wälder deklarieren.
Viele detaillierte Informationen zum Thema Palmölplantagen und eine ganze Reihe von Protestaktionen hat Rettet den Regenwald erarbeitet. Die jüngste Aktion richtet sich gegen die rigorose Abholzung peruanischen Amazonas-Urwalds, der einhergeht mit der brutalen Vertreibung der Ureineinwohner.


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