Archiv der Kategorie: Palmöl

Klimakiller Deutschland

Zur Eröffnung des Klimagipfels der Vereinten Nationen in Paris erklärte Angela Merkel im UN-blauen Jackett stolz die ehrgeizigen Klimaschutz-Ziele Deutschlands. Und wenn die Bundeskanzlerin das Wort zum Klimaschutz ergreift, lauscht die Welt gebannt, denn Merkel gilt als „Klimakanzlerin“ ihres Landes, das sich wiederum als „Vorreiter beim Klimaschutz“ feiert – zum Beispiel von Sigmar Gabriel, Jürgen Trittin, McKinsey, dem Verband der deutschen Automobilindustrie sowie dem Bundesverband der Deutschen Industrie . Deutschland ist es bereits gelungen, die Treibhausgase um 27 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Das klingt gewaltig. Doch die große Zahl kommt nur zustande, weil nach 1990 die ostdeutschen Industrien geschlossen wurden und Deutschland Teile der schmutzigen Produktion in Billiglohnländer nach Asien verlagerte. Danach hat sich wenig getan. Denn die Deutschen stoßen pro Kopf mehr als drei Mal so viel CO2 aus, als die Klimaerwärmung in einem erträglichen Maße halten kann. Deutschland gehört zu den zehn Ländern weltweit mit dem höchsten CO2-Ausstoß und führt die Liste der sechs größten Klimasünder in Europa an. Außerdem gehört Deutschland zu den sieben Ländern, die zusammen für 63 Prozent der Erderwärmung verantwortlich sind.
Zehn Gründe, warum Deutschland kein Klimaretter ist.
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Bald geht’s los! „Aus kontrolliertem Raubbau“ erscheint am 31. August!

Manche mögen sich gewundert haben, dass mein Blog Ende der Märchenstunde eine Weile verwaist und schließlich verschwunden war. Das liegt daran, dass daran gearbeitet wurde: die Seite wurde erweitert und verschönert – jetzt gibt es neben dem Blog mehr Möglichkeiten, etwas über meine Arbeit zu erfahren.

A propos Arbeit: auch ich habe die vergangenen zwei Jahre mächtig gearbeitet, nämlich an meinem neuen Buch „Aus kontrolliertem Raubbau. Wie Politik und Wirtschaft das Klima anheizen, Natur vernichten und Armut produzieren“. Es erscheint am 31. August im Blessing Verlag.

Wer neugierig ist, der kann jetzt schon einen Blick ins Buch werfen: einfach auf das Widget klicken, so gelangt man zur Leseprobe.

Regierung zensiert Greenwashing-Kritik

Man ist ja einiges gewohnt von unserer korrupt-konzernfreundlichen Bundesregierung. Insbesondere, wenn Entwicklungsminister Dirk Niebels lustiger Industrie-Förderverein, der sich offiziell Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nennt, im Spiel ist. Schließlich liegen dem BMZ die wirtschaftlichen Interessen deutscher Unternehmen meist mehr am Herzen, als die Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern. Dass das BMZ nun aber so weit geht, Greenwashing-Kritiker zu zensieren, ist neu – und eben geschehen beim Südlink-Dossier des Netzwerks INKOTA, unter anderem Mitglied bei der Kampagne Saubere Kleidung (CCC), Attac, VENRO und Supermarkt-Initiative. Die aktuelle Ausgabe des Magazins beschäftigt sich mit Unternehmensverantwortung (CSR). Doch zwei Seiten darin sind unbedruckt geblieben. Der Grund: das BMZ bezuschusst das Magazin (!) – unter der Bedingung (!!), dass ihm diese vor Veröffentlichung zur Prüfung vorgelegt wird (!!!). Und siehe da: in dieser Ausgabe passte dem BMZ der Artikel „Virtuose Ablenkmannöver“ über Greenwashing der Südlink-Redakteurin Christina Felschen nicht. Denn er würde „Unternehmen einseitig kritisieren und an den Pranger stellen“Regierung zensiert Greenwashing-Kritik weiterlesen