Landlosen-Aktivist Abdul Karim in Bangladesch ermordet

Abdul Karim, in Armut geboren, kämpfte für die Landrechte der Armen in Kurigram. In dieser Region im Nordosten Bangladeschs, die zu den ärmsten des Landes gehört, besetzen Kleinbauern um Abdul Karim unter Führung der Krishok Federations seit 2004 Brachland auf einer ehemaligen Bahnlinie, die die britischen Kolonialherren 1947 verlassen hatten. Das besetzte Land ist seit acht Jahren Lebensgrundlage und Heimat für 3000 Landlosen-Familien. Zuvor hatte Abdul Karim Protestmärsche organisiert und in Briefen die lokalen Behörden vergeblich dazu aufgefordert, das freistehende Land an die Landlosen zu verteilen. Jetzt erreichten mich entsetzliche Nachrichten von der bangladeschischen Kleinbauernbewegung Krishok Federation and Kishani Sabha (BKFS): Karim Abdul, BKFS-Präsident in Bhurungamari und Mitglied des BKFS-Zentralkomitees wurde am Samstag ermordet. Addur Rahim, ein Vertreter lokaler Eliten, die Interesse an jenem Boden haben, tötete Abdul Karim, als der Landkonflikt eskalierte.

Ich habe Abdul Karim bei meiner Reise nach Bangladesch im vergangenen Jahr kennen lernen dürfen und war beeindruckt von einem klugen, inspirierenden, warmherzigen und mutigen Mann und seinem Kampf für Gerechtigkeit. Er und seine Familie waren mir großzügige und herzliche Gastgeber. In seinem Dorf Joymonirhat, das ich in meinem Buch beschreibe, haben Sie ihr Essen mit mir geteilt und ich durfte in ihrer Hütte schlafen. Die Zeit mit ihnen werde ich nie vergessen. Meine aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Familie, seinen ungezählten Freunden und der Krishok Federation and Kishani Saba.

„Karim is survived by his wife and three children, along with lots of relatives and colleagues. He came from a very poor yet simple family. His struggle for the interest of the exploited people in our society will remain with us. We are extremely shocked of his killing, who was our comrade in the tough struggle for a genuine agrarian reform and food sovereignty in Bangladesh. We will remember him forever and his death will inspire us more to continue our struggle. Although he is not alive physically his work will be remembered among us for ever and inspired the people in the world who are fighting for the land rights, food sovereignty and their very existence. We expect that the people who are engaged with his sincere work will translate the condolence into power for the benefit of the common people. And may his bereaved family have much strength to carry the sudden blow on them.“

Aus dem Nachruf von Badrul Alam, Präsident der BKFS

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